Archive for the ‘vuelta al mundo’ Category

Leipzig (DE)

Dienstag, 17. Januar 2012

Interessant, dass sich der Name der Stadt vom slawischen Wort für den Aspirinbaum ableitet. Und insofern gut, dass man ihn im Laufe der Zeit abgewandelt hat, sonst würde das bei der Suche nach dem berühmten Völkerschlachtdenkmal zu einem ziemlichen Durcheinander führen. Wer auch immer da wen geschlachtet hat.

Bière d’Alsace (FR)

Mittwoch, 23. November 2011

Im Herzen von Strasbourg befindet sich ein kleiner aber feiner Laden, der eine schier unglaubliche Vielfalt an Bieren aus aller Welt vorrätig hat. Und siehe da, im Elsass wird überraschenderweise auch Weizen (“Bière blanche”) gebraut. Ein kleiner Test.

Bière Blanche Bio
(Brasserie artisanale de Saint-Pierre, 67140 Saint-Pierre)
Würde auch in Franken als durchschnittliches Weizen durchgehen, weder besonders gut noch fürchterlich. Wie das Zeug allerdings bis Februar 2013 haltbar und trotzdem Bio sein soll, sais pas.

Hollbeer Prestige Bière blanche
(Brasserie artisanale de Riquewihr, 68340 Riquewihr)
Schmeckt total nach Essig oder so, absolut ungenießbar. Auch wenn es bereits eine Woche über dem MHD ist, einem anständigen Bier macht das nichts aus.

bière blanche
(Brasserie Uberach, 67350 Uberach)
Schön hefig und absolut lecker, kommt auf jeden Fall in die persönlichen Top Ten.

Fazit: Es gibt gutes Bier, und es gibt schlechtes Bier. Auch jenseits des Rheins. Also Augen auf beim Weizenkauf!

Gallien (FR)

Montag, 21. November 2011

“Wollt ihr nicht mal nach Paris?” – Nein, da ist das Bier so … teuer, und zwar bis zu 8 Euro für die Halbe, die meistens noch eine rechte Brühe ist. Paris liegt also definitiv nicht in Franken. In Afrika liegt es zwar auch nicht direkt, müsste es aber augenscheinlich. Das ist auch gut so, denn sonst wäre wohl auch das Essen kaum zu bezahlen. Die Sitze im TGV hingegen sind der absolute Wahnsinn, und zwar auch in der 2. Klasse. Bahn fahren ohne Rückenschmerzen ist toll.

Strasbourg ist nicht nur eine richtig schöne Stadt, sondern es liegt dort auch überall Geld herum. Das hat wohl damit zu tun, dass die Elsässer eine ausgeprägte Abneigung gegen 1 Cent-Münzen haben, weshalb sie sie einfach irgendwo liegen lassen. Der nächste freut sich dann über den “Glückscent” und legt ihn halt woanders hin. So hat niemand zuviel Kleingeld in der Tasche, und alle sind ständig am Freuen. Wird in den Alltag übernommen.

Frankfurt/M. (DE)

Sonntag, 16. Oktober 2011

Dass Städte mit “F” nicht zu den schönsten der Welt gehören, dürfte sich mittlerweile herum gesprochen haben. So gesehen macht da auch Frankfurt keine Ausnahme. Immerhin kann man sich den Nachmittag ganz nett im Park vertreiben. Und die örtliche anatolische Gastronomie ist echt fein.

Pozor! (CZ)

Montag, 26. September 2011

Das gar nicht so kleine Nachbarland östlich der Oberpfalz überrascht einen immer wieder äußerst positiv. So wird beispielsweise in Česká Lípa ein ganz hervorragender Amateurfußball gespielt.

Kraftfahrzeugführer aus der so genannten bayerischen Landeshauptstadt hingegen seien gewarnt: in diversen Prager Stadtteilen kommt es regelmäßig zu unerklärlichen Vorkommnissen.

1389

Freitag, 29. Juli 2011

Vor etwas mehr als 622 Jahren haben die Osmanen den Serben in einer entlegenen Ecke des Balkans gewaltig auf die Mütze gegeben, weshalb es in der Region heutzutage regelmäßig zur Sache geht. Es wäre schön, wenn der Unfug in Bälde ein Ende hätte, denn der nächste Urlaub kommt bestimmt.

Russengrill (ME)

Dienstag, 12. Juli 2011

Budva heißt der Ort, ungefähr auf halber Höhe der montenegrinischen Küste. Und von wegen, seit dem Balkankrieg kommen keine Urlauber mehr! Vielleicht halten sich die aus Mitteleuropa ignoranterweise etwas zurück, aber das gleichen ihre Kollegen aus dem benachbarten Serbien und aus Russland locker und in Massen wieder aus. Hier sind also Fremdsprachen angesagt, oder besser gesagt ein Kauderwelsch aus Englisch und sämtlichen slawischen Akzenten. Und irgendwie schaut die ganze balkanseitige Adriaküste zwar überall mehr oder weniger gleich aus, nur dass die Berge im Rücken hier so imposant sind wie sonst wohl nirgends (daher ja auch der Name des Landes). Außerdem: an die 40 Grad im Schatten, alter Schwede Russe!

Autohimmel (ME)

Montag, 11. Juli 2011

Golf I – Mazedonien.
Golf II – Bosnien und Hercegovina.
Golf III – Montenegro.
Falls mal jemand einen braucht.

ne veseo (ME)

Sonntag, 10. Juli 2011

Man kann über die Balkanesen sagen, was man will, aber außer dass sie wirklich alle verdammt gut mit einem Grill umgehen können, sind sie insgesamt ein richtig freundliches Volk. Klar gibt es da Unterschiede, allerdings muss man etwas aufpassen, um nicht auf die alte “alliierte” Kriegspropaganda hereinzufallen, nach dem Motto: “alle Serben sind aggressive, stiernackige Nationalisten” – je glupost!

Glupost ist übrigens das serbisch-kroatisch-bosnisch-montenegrinisch-mazedonische jugoslawische (geht doch!) Wort für “Gschmarri” und leitet sich vermutlich von “Glubb” und “Post” ab. ;-)

Die Einwohner von Podgorica (früher Titograd / Jugoslawien, dann Podgorica / Serbien und Montenegro, jetzt Podgorica / nur noch Montenegro – ein Gwerch!) sind auch überaus nette Leute, allerdings haben sie das große Pech, in der vermutlich hässlichsten Stadt der Welt zu wohnen. Dass daran die deutsche Wehrmacht mit ihrer sprichwörtlichen Gründlichkeit nicht ganz unschuldig ist, hilft ihnen da auch nix. Genau so wenig wie gegen die mörderische Hitze. Dafür wurden Klimaanlagen erfunden.

Aber eines, lieber druge balkanske: es ist definitiv keine besonders lustige Idee, spät am Abend völlig unverhofft Feuerwerksraketen o.ä. von den umliegenden Bergen zu zünden. Nicht in dieser Gegend.

obrtnik (BA)

Freitag, 8. Juli 2011

Wenn man als Balkantourist etwas braucht, dann sind es nicht etwa irgendwelche Sprachkenntnisse – man findet genügend Leute, die der deutschen Sprache mächtig sind: ehemalige “Gastarbeiter”, Kriegsflüchtlinge usw. Was man jedoch extrem gut gebrauchen kann, sind diverse handwerkliche Fähigkeiten, denn mal funktioniert die Klospülung nicht, dann klemmt der Kofferraum am Golf II (eine bekannte Krankheit dieses Modells, weshalb der Vorgänger nach wie vor zu preferieren ist). Am meisten Mark (die bosnische Währung heißt wirklich so!) verdient man hier vermutlich mit Zement und Spachtelmasse, es muss ja alles repariert werden. Wenn man sich dann noch die riesigen Friedhöfe wegdenkt, könnte dieses “fucked country” ein ziemliches Paradies sein. Vorausgesetzt, die Balkanesen würden endlich aufhören, sich gegenseitig zu hassen. Naja, DIE Brücke in Mostar steht jedenfalls wieder. Und die Fußballmannschaft aus dem Film gibt es wirklich – Forza Velež!