Archive for the ‘comprando’ Category

lustige Hobbies (12)

Montag, 9. Januar 2012

Beim Einkauf im Supermarkt die Zeit zwischen Ein- und Ausfahrt ins bzw. aus dem Parkhaus (Schranke zu Schranke) stoppen. Mit 24:21 steht für heute trotz zickigem Pfandautomaten eine echte Spitzenzeit als Referenz zu Buche.

uvoz

Mittwoch, 30. November 2011

In der BRD leben ungefähr 1 Mio. Menschen aus Jugoslawien – die Eingebürgerten nicht mitgerechnet. Das sollte eigentlich ein hinreichend großer Markt für die brandneue Scheibe einer kroatischen Rockband sein. Doch weit gefehlt, da hat die Musikindustrie wohl wieder einmal einen Trend verschlafen, aber man weiß sich ja zu helfen. Im Online-Shop der Plattenfirma kostet der Silberling umgerechnet knappe 9,– Euro. Zwecks Export (bzw. Import) fällt keine PDV (= MwSt.) an, dafür will die kroatische Post freilich ihr Stück vom Kuchen haben. Wegen des geringen Warenwerts wird freundlicherweise auf die Erhebung von Zoll und Einfuhrumsatzsteuer (Zeuch gibt’s!) verzichtet. Alles in allem liegt man preislich also in dem Bereich, den eine neue CD im Laden um die Ecke auch kosten würde. Aber man muss es halt selber machen.

gelb bleibt gelb

Dienstag, 22. November 2011

Cego, eine Art badisches Tarock, das der Vater der Verkäuferin früher mit seinen Kumpanen im Wirtshaus gespielt hat – das klingt nach Kultur, die gepflegt werden will, also her mit den (original verpackten) Karten. Die Spielanleitung findet sich im Internet, mal sehen. “Ein Cego-Spiel besteht aus 54 Karten …” – theoretisch, denn ich zähle nur 49. Immer noch nur 49. Mist, der Kassenzettel ist weg, außerdem befindet sich der Laden tief im Westen, kurz vor der gallischen Grenze. Solche Erlebnisse sind nicht dazu angetan, evtl. bestehende Vorurteile gegenüber dem Landesteil vor dem Bindestrich abzubauen.

cool war gestern

Dienstag, 8. November 2011

Der nächste Winter steht vor der Tür, und mit jedem Jahr füllt sich der Kleiderschrank zusehends mit Stücken, die man früher nicht einmal unter Androhung massiver Waffengewalt getragen hätte. Neueste Erwerbung: Rollkragenpulli – macht schön warm am Hals, dafür sieht man dann halt aus wie Steve Jobs (nur mit weniger Kohle auf dem Konto). Naja.

Markentreue

Montag, 24. Oktober 2011

Wie alt sind die Stiefel eigentlich: vier, fünf Jahre? Keine Ahnung, jedenfalls sieht man ihnen kaum was an – das Leder ist top, und die Sohlen würden einen locker noch einmal um die halbe Welt tragen. So gesehen schon ärgerlich, dass jetzt ausgerechnet die kleine Metallschnalle gebrochen ist, mit denen der linke Schuh verschlossen wird, also gewissermaßen das unwichtigste Teil am ganzen Trumm. Andererseits, nach der Zeit, und da die beiden Vorgängermodelle ebenfalls sehr langlebig (und wintertauglich!) waren, werde ich dem englischen Arzt wohl das vierte Paar in 13 Jahren abkaufen. Was Besseres muss man ja auch erstmal finden.

worst before

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Dass so viele Lebensmittel weg geworfen werden, liegt wohl weniger am MHD sondern eher an der Tatsache, dass ein Großteil der Produkte schlicht Schrott ist. Ein Blick in den nächsten Supermarkt genügt: 10 Meter Ketchup!

jelen = Hirsch

Samstag, 3. September 2011

Man kann dem tschechischen Hersteller vermutlich keinen Vorwurf machen, dass er sein in einer slowakischen Filiale einer (deutschen) Drogeriekette verkauftes Produkt nicht auf Deutsch beschriftet. Und wozu ein Wörterbuch konsultieren, wenn das Ding im Regal direkt neben den bekannten (erfahrungsgemäß nichts taugenden) Lippenpflegestiften steht?

Nach vier Monaten aber wundert man sich schon ein bisschen, dass der Stift gar so lange hält, zumal er nur rund 1 Euro gekostet hat. Und siehe da: das zwischennetzliche Übersetzungswerkzeug sagt, es handelt sich um nichts anderes als Hirschtalg. Das Zeug, mit dem man die Dichtungen an den Autotüren geschmeidig hält. Für die Lippen kann man es aber auch nehmen, sagt das Internet. Ist ja auch ein ähnliches Prinzip. Trotzdem, Tschechisch lernen wäre mal eine Maßnahme.

(don’t) shoot shot gun

Donnerstag, 1. September 2011

Manchmal ist ein sommerlicher Einkaufsbummel durch die Innenstadt doch lohnenswert: ein Doppelpack Retro-Silberlinge aus dem Hause Def Leppard, frisch geerntet und original verpackt für einen Zehner, das passt. Und hätte man eine Flinte gehabt, hätte man dem nervigen Vieh aus der Baumarktwerbung in der Karolinenstraße amtlich eine überbraten können. Hätte.

guter, alter Watzmann

Freitag, 15. Juli 2011

2011 by gaui.de under CC/by-nc/3.0/de/

Besonders teuer war er nicht, damals im legendären Quelle-Kaufhaus an der Fürther Straße. Sein Vorgänger von Albrechts hatte nix getaugt, und gegen den machte er echt eine gute Figur. Seither war er volle 10 Jahre lang ein treuer und zuverlässiger Begleiter um die halbe Welt. Jetzt hat ihm der Balkan scheinbar den Rest gegeben. Wobei, das lässt sich doch sicher noch mal flicken – so einen gibt’s bestimmt nimmer! Andererseits, er muffelt nach all der Zeit schon ziemlich …

Wounded Knee

Donnerstag, 16. Juni 2011

Wenn einem das Knie weh tut, sollte man nicht den halben Tag durch die Stadt rennen, um sich eine Bandage für selbiges zu besorgen, irgendwie klar. Zum Glück gibt es um die Ecke ein alt eingesessenes Sanitätshaus, das sicher Abhilfe schaffen kann. Allerdings soll ebendiese 80,– Flocken kosten, oder halt einen Zehner mit Kassenrezept, wobei Ersteres eine Frechheit ist und der zweite Vorschlag volkswirtschaftlich überhaupt keinen Sinn macht, außerdem kann ich keine Woche warten, bis das Teil in meiner Größe verfügbar ist. Also doch ab in die Innenstadt und sämtliche Sportgeschäfte bzw. -abteilungen abgeklappert. Resultat: eine ordentliche Portion Knieschmerzen und ein Doppelpack Handball-Knieschoner für einen Zwanziger. Schaut zwar albern aus, tut seinen Zweck aber auch, außerdem hat man einen zweiten zum Wechseln, wenn der eine durchgeschwitzt ist.