Käiderring-Kaschber

Samstag, 4. Februar 2012

Gestern Abend gegen halb zehn bei zweistellig unter Null im Frankenstadion …

ICH (frierend) Zwaa Dee bidde.
ER Was?
ICH (OK, vielleicht ist er nicht von hier …) Zwei Tee bitte.
ER Gibt’s nicht.
ICH (irritiert) Wieso, da steht’s doch: “Tee, 2 Euro.”
ER Tee ist aus.
ICH (belustigt) Das ist jetzt nicht euer Ernst, es ist saukalt!
ER Kaffee oder Kaba gäb’s …
ICH (Kaffee, um die Uhrzeit! Kaba!) So ein Gschmarri!

Das war es dann also mit dem “besonderen Heißgetränkeangebot”, das der Glubb vorab großspurig angekündigt hatte. In der Tat ist das Zeug sonst teurer, das hilft aber herzlich wenig, wenn zur Halbzeit das Material ausgeht. Wie kompliziert kann es eigentlich sein, genügend Teebeutel vorrätig zu haben, wenn klar ist, dass das Stadion fast ausverkauft sein wird und Temperaturen nahe null Kelvin angekündigt sind ?!?

Oft sind es im Leben Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob man etwas richtig gut oder unter aller Kanone macht. Und meistens kann man sich vorher an zwei Fingern abzählen, auf was es in einer bestimmten Situation ankommen wird. Insofern symptomatisch.

17-0-45 (Alptraummaße)

Freitag, 3. Februar 2012

Gefühlte 17 Grad unter Null sind für heute Abend angekündigt. Gegen den amtierenden Meister stehen die Siegchancen auch zuhause nahe null. Trotzdem werden sich an die 45 tausend Unverbesserliche ins Stadion verirren. Nur die Harten kommen in’ Garten. Zu Ausschreitungen wie in Ägypten wird es bei der Kälte wohl eher nicht kommen. Ein Glück.

trotzdem gut

Donnerstag, 2. Februar 2012

Wenn irgendwo ein “Oscar” oder Literaturnobelpreis draufklebt, lässt man normalerweise instinktiv die Finger davon. Zumindest letzteres muss dank Meister Andrić wohl überdacht werden. Man ist ja lernfähig.

Остряки

Mittwoch, 1. Februar 2012

Schon klar: kaum wird es richtig kalt, macht der Wolodja wieder Faxen. Wozu haben wir eigentlich den Schröder nach Sibirien geschickt?

Abendland

Dienstag, 31. Januar 2012

Dieses Europa ist schon ein herrliches Fleckchen Erde: außerhalb lässt man die Leute verhungern, unterwegs ertrinken und hier erfrieren. Zivilisation unter der geistigen Armutsgrenze.

angeknockt

Sonntag, 29. Januar 2012

Noch so ein Wort des Jahres: “Nichtzahler-Tarif”, also per definitionem das, was der bezahlt, der nix bezahlt. Hä? Naja, Schlecker wankt, die ersten Airlines gehen in die Knie, dann wird sich die PKV vielleicht früher oder später auch erledigen.

verdächtig

Donnerstag, 26. Januar 2012

Du fährst an Tag 1 mit der Bahn von A nach B. Am Abend von Tag 1 geschieht in B ein bestialischer Mord, der am Morgen von Tag 2 bereits sooo breit in der Lokalzeitung steht. An Tag 2 fährst du zurück nach A, wieder mit der Bahn. Da du selbstverständlich beide Fahrkarten bargeldlos bezahlt hast, kannst du nur hoffen, dass keiner auf die Idee kommt, die Daten abzugleichen, sonst hast du ruckzuck die Sheriffs im Haus. Aber ein Alibi.

Wort des Jahres

Mittwoch, 25. Januar 2012

“Geistige Armutsgrenze” – was für ein Ausdruck, und so vielfältig verwendbar!

Allmächd, der Dürer!

Dienstag, 24. Januar 2012

Früher wäre man nach München geritten und hätte sich das Ding einfach geholt.

blindes Huhn

Montag, 23. Januar 2012

Das Wetter war schlecht. Die Stimmung auch. Der Glubb war ebenso lausig wie der Gegner, und der Schiri machte seinem Namen alle Ehre. Dass trotzdem drei Punkte gegen Hertha herausgekommen sind, nimmt man gerne mit, auch wenn es keiner so recht versteht. Es sind wohl diese Spiele, die man irgendwie gewinnen muss, nur gab es davon bereits in der Hinrunde nicht zu knapp, und hätte man auch nur die Hälfte davon für sich entschieden, sähe die Tabelle wohl etwas anders aus.

Das neue “System” scheint aus einem 23 Jahre jungen Mann aus dem östlichen Nachbarland zu bestehen, der jeden Freistoß, jede Ecke, jedes alles machen muss – sonst kann es wohl keiner. Und warum neuerdings die halbe Nordkurve eingezäunt ist, die Gästefans aber weiterhin freien Zugang zum Spielfeld haben, muss man auch nicht intuitiv verstehen.

Man muss in diesen Zeiten höllisch aufpassen, um nicht einer dieser alten Grantler zu werden, über die man sonst immer gelästert hat.